STIMME von und für Minderheiten N° 29 / IV 1998

Internationale Tagung "Minderheiten und Menschenrechte"

Internationale Allianzen

Auszüge aus der Eröffnungsrede der Tagung von Ursula Hemetek, Obfrau der Initiative Minderheiten

 

Kultur und Nation im Verfassungsstaat
von Dieter Oberndörfer

Bis Ende des 18. Jahrhunderts waren die Staaten Europas fast durchwegs Vielvölkergebilde. Die feudalen Herrscher Europas hielten sich an die Devise, die Stephan der Große von Ungarn seinen Erben im 12. Jahrhundert hinterlassen hatte: Das Merkmal mächtiger Fürsten, schrieb er in seinem Testament, bestehe gerade darin, daß sie über viele Völker herrschten. In den europäischen Fürstenstaaten gab es eine relativ friedliche Koexistenz der Ethnien. Die Bevölkerung, zu 95% meist illiterate Bauern, kommunizierte mangels Verkehrsmittel und Straßen wenig miteinander. Ihr Kommunikationsradius war durch die Muskelkraft ihrer Beine begrenzt.

 

Über die Meinung vom Sterben der anderen
von Erwin Riess

Heutzutage bringen die Menschen mit erstaunlichen Beschäftigungen ihre Zeit zu. Sie sind UFO-Forscher, Anhänger des Satanskults, selbstgeißelnde Bigamisten oder bekennende Analphabeten in Führungspositionen. Da verwundert es nicht, daß sich in manchen Ecken der Welt Menschen finden, die sich ein Steckenpferd daraus machen, den Tod anderer Menschen herbeizureden.

 

des weiteren sind in dieser Ausgabe erschienen:
 
-Das Menschenrechtsjahr 1998
von Cornelia Kogoj
 
-Menschenrechtserziehung im Bildungsbereich
von Astrid Kaiser
 
-Vernetzung ist Macht
von Franjo Schruiff
 
-Vom Recht auf soziale Sicherheit
von Mirko Messner
 
-Heiserkeit, Romantik und Lernprozeß
von Hakan Gürses