STIMME von und für
Minderheiten N° 60 / Herbst 2006
Projekte
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Die eitrige Integration
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Selbstorganisationen führen ein Equal-Projekt Als ich mit der Anfrage kontaktiert wurde, einen Text zum Equal-Projekt „wip – work in process – Migrantische Selbstorganisationen und Arbeit“ zu schreiben, befand ich mich im Verfassen und im Koordinieren des ersten Jahresberichtes dieses Projektes. Ich befand mich im Endspurt einer aufwendigen Mission. Die LeserInnen werden sich wahrscheinlich fragen: Warum im Verfassen, im Koordinieren? Warum die inkludierende Präposition? Weil es sich um eine Aufgabe handelt, die eine/n frisst. Daher wollte ich den Auftrag nicht annehmen.
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System/immanent/schädigend:
Mobbing „Survival of the fittest“ ist angesagt. Der Druck auf die Unternehmen und deren MitarbeiterInnen wächst im Neoliberalismus einstweilen munter weiter. Job aufgeben kommt in Zeiten wie diesen nicht in Frage. Wohin also mit dem Druck? Die Verletzbarsten in der Gesellschaft eignen sich auch am Besten als Angriffsziel.
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Liebesforschung
– ein Theaterprojekt Roma und Sinti sind mittlerweile die größte Minderheit in der Europäischen Union. In Österreich leben – neben den als Volksgruppe anerkannten Burgenland-Roma – viele, die während des Krieges aus dem ehemaligen Jugoslawien geflüchtet sind. Diese „unsichtbare“ Minderheit lebt auch in Österreich oftmals unter der Armutsgrenze, und ihr Bildungsniveau ist wesentlich niedriger als bei der Mehrheitsbevölkerung. Die visuelle Repräsentation von Roma ist meist beschränkt auf das Bild von vormodernen Reisenden, MusikerInnen und HandwerkerInnen.
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Wenn der
Mainstream ruft … „Verborgene Geschichte/n – remapping Mozart“ – Ein
Rückblick Mit der zunehmenden Gleichzeitigkeit des Einschlusses und Ausschlusses von marginalisierten Positionen im kulturellen Feld wurden die vertrauten Fragen nach der Strategie von Veröffentlichung – gemeinhin ausgeblendete „Stimmen“ laut werden zu lassen, sich Gehör zu verschaffen und Selbstverständlichkeiten zu brechen – komplizierter. Die doppelte Logik, in der ausschließende Strukturen auf eingemeindende Projektmöglichkeiten treffen, zwingt vor allem zur Kritik. Aber auch zu einer Positionierung, die sich ebenso jenseits von Selbstmarginalisierung wie von Selbstexotisierung ihren Ausdruck zu erkämpfen hat. Genau in diesem Spannungsfeld ergab sich überraschend die eigentlich sehr unwahrscheinliche Möglichkeit, ein großes Projekt im Rahmen eines zentralen Festivals mitten im städtischen Mainstream zu verwirklichen: im Wiener Mozartjahr 2006.
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"Es ist Zeit,
der Geschichte selbst eine Gestalt zu geben" (Bob Marley) Die Wirkweisen lebensbedrohlicher und tödlicher Realitäten strukturell verankerter Gewalt werden durch ihre Unsichtbarkeit zementiert. Gleichzeitig verdeutlichen sich aus meiner Sicht gerade hier, in den unsichtbar gemachten, verinnerlichten Dimensionen rassistisch-sexistischer Unterdrückung, die brennenden Ausgangspunkte für dekolonisierende Befreiungsprozesse. Die Schwarze Theoretikerin Maureen (Raburu) Maisha Eggers spricht in diesem Zusammenhang von Selbstsabotage und versteht darunter: „(…) alle Mechanismen, in ihrer Gesamtheit, ausgeübt durch die Gruppe der Unterdrückten selbst, die dazu führen, dass der Zustand ihrer Unterdrückung oder Ausbeutung aufrecht erhalten und/oder forciert wird“ (Maureen Raburu: Antirassistische Mädchenarbeit. Kiel 1999: 52).
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"Mit dem
Menschen treten wir ein in die Geschichte" Die Historisierung als politische Strategie sagt immer mehr über die jeweilige Zeit und über die Gruppe aus, die sie hervorruft – und sich möglicherweise erst durch diesen Vorgang strukturiert – als über die Vergangenheit. Diese Art der Geschichtsauslegung bezieht sich auf die Gegenwart, und das in Bezug auf kollektive Geschichte. Sie hat einen Sinn, und zwar die Veränderung des Bestehenden.
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Es ist kein Traum(a)! >
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